Brann ist kein Pferd, das man einfach „überzeugt“. Er ist ein Kämpfer, ein Überlebenskünstler und ein Hengst, der gelernt hat, sich selbst zu behaupten. Schon in freier Wildbahn fiel er als Einzelgänger auf, der Konflikten nicht auswich und seine Position offensiv verteidigte. Narben an seinem Körper erzählen bis heute von diesen Jahren.
Menschen begegnete er lange mit Misstrauen und offener Abwehr. Nähe bedeutete für ihn zunächst Bedrohung, und er machte unmissverständlich klar, dass er Distanz bevorzugt. Doch hinter dieser harten Schale steckt kein unberechenbares Pferd, sondern ein hoch wachsames, intelligentes Tier, das Situationen genau versteht und Entscheidungen bewusst trifft.
Hat man sich sein Vertrauen erarbeitet, zeigt Brann eine andere Seite: aufmerksam, neugierig und durchaus bereit zur Zusammenarbeit – allerdings nur mit Menschen, die ihm Sicherheit vermitteln und konsequent bleiben. Er ist kein Pferd für schnelle Erfolge, sondern eines, das Zeit, Geduld und Respekt verlangt.